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Stand 14.04.2013

Wir haben keine Bierdeckel mehr!

Danke.

 

Antisexistische Bierdeckel – Teil II, neuer Aufruf

Liebe Menschen,

aktuell haben wir 80.000 von den 100.000 Bierdeckeln schon an Einzelpersonen, Projekte und Kneipen verschicken können. Besonders die hohe Nachfrage aus Wien hat uns gefreut. Es verbleiben aber noch Bierdeckel, die in die Kneipen gebracht werden sollen. Vielleicht fallen euch noch Projekte/Leute ein, die Interesse haben könnten oder ihr kennt Bars, in denen Bierdeckel regelmäßig genutzt werden bei denen ihr Infos über die Kampagne hinterlegen könnt. Oder ihr steht auf Verteilern, auf denen wir nicht sind.

Auf Grund vieler Rückmeldungen noch ein Hinweis: die Bierdeckel richten sich zuvorderst an Zuschauer_innen. Selbstverständlich sollten sich auch Betroffene selbst immer nach bestem Wissen und Gewissen wehren. Die Bierdeckel sollen niemanden aus der Verantwortung nehmen oder Schuld zuweisen, sondern den Kreis der Menschen, die sich verantwortlich fühlen, bei Übergriffen einzuschreiten durch Thematisieren erhöhen.

Vielen Dank für eure Unterstützung! Weiter unten der für eine Zeitschrift umformulierte Aufruf, unsere Blog- und Mailadresse.

blogadresse: https://antisexistischebierdeckel.wordpress.com/

Mailadresse: antisexistischebierdeckel at yahoo punkt com

 

Sexuelle Übergriffe – ein Thema für die Bar?

Von der Gruppe „Antisexistische Kneipen“

Vor einigen Jahren wurde in Göttingen ein Vergewaltigungsfall öffentlich. Die Betroffene war vorher aufgrund einer sexuellen Belästigung einer Kneipe entflohen, wurde vom Täter verfolgt und aus einem Taxi gezerrt, rannte durch die halbe Stadt, konnte aber niemanden finden, der/die ihr half. Niemand in der Kneipe griff ein, auch der Taxifahrer nicht.

Als Folge dieser unfassbaren Gleichgültigkeit formierte sich eine Gruppe, um eine Sensibilisierungsstrategie zu entwickeln. Da der Vorfall in einer Kneipe begonnen hatte, wurde beschlossen, eben dort anzusetzen und einen allgegenwärtigen Gegenstand zum Träger der Botschaft zu machen: den Bierdeckel. Die Motive greifen Situationen aus der Vorgeschichte auf: aus der Kneipe fliehen, verfolgt werden und andere möglicherweise übergriffige Situationen, die zum Nachfragen/Eingreifen führen sollten.

Die Kampagne soll deutlich machen, dass sexuelle Übergriffe nicht erst bei Vergewaltigungen beginnen, sondern häufig übergriffiges Verhalten voraus geht.
Kneipen sind ein guter Ort, um das Thema aufzubringen, da dort nicht selten übergriffige Situationen entstehen und weil Leute dort Zeit haben, das Thema zu diskutieren und ihre Gedanken mit nach Hause zu nehmen.

Es ist wichtig, in Situationen Unterstützung zu erhalten, in denen die Belästigung zunächst „nur“ in Form von anzüglichen Sprüchen und Blicken stattfindet. Es geht nicht darum, Frauen auf einen grundsätzlichen Opferstatus festzulegen und nicht jeder sexuelle Übergriff findet gegen biologische Frauen statt. Solidarisches und aufmerksames Verhalten sollte generell gezeigt werden, insbesondere, wenn die Situation die betroffene Person offensichtlich überfordert. Viele Übergriffe, die in öffentlichen/halböffentlichen Räumen stattfinden, könnten verhindert werden, wenn Betroffene Unterstützung erhielten. Verschwiegenheit und Ignoranz dagegen schaffen ein Umfeld, in dem Übergriffe erleichtert und Betroffene isoliert werden.

Da die erste Auflage Bierdeckel schnell vergriffen waren und die Göttinger zu einer Weiterführung des Projektes aufriefen, taten sich in Berlin einige Menschen zusammen und druckten in Absprache mit der Zeichnerin ka schmitz 100.000 Bierdeckel nach. Der Vertrieb deckt ausschließlich die Selbstkosten. Die Kneipen, die die Bierdeckel bei sich auslegen, können sich auf der Website der antisexistischen Bierdeckel verlinken lassen, um die Kampagne öffentlich zu unterstützen.

Am Rand:

Wir freuen uns über Werbung, Verlinkung, Rückmeldungen, Bestellungen und Unterstützung:

blogadresse: https://antisexistischebierdeckel.wordpress.com/

Mailadresse: antisexistischebierdeckel at yahoo punkt com

Website von ka schmitz : http://www.ka-comix.de

Nachfragen, Bestellungen und Kontakt unter: antisexistischebierdeckel at yahoo punkt com

Vielen Dank an das Interessen- und Kampagnenbündnis „antisexistisches Kneipen“ für Vorarbeit, Text der Bierdeckel und Konzept und an Ka Schmitz | www.ka-comix.de für die Illustrationen.

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